Craft Beer in Dosen – In den USA ganz normal.

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«Dosenbier ist billig und asig.», «Bier aus Dosen schmeckt metallisch.». Es gibt viele Vorurteile über Bier aus Dosen. Einige sind sicherlich angebracht, andere widerrum veraltet oder schlichtweg nicht wahr. Fakt ist, dass Craft Beer aus Dosen in den USA eine große Fangemeinde hat. Seit langem gibt es dort kleine Brauereien, die ihr flüssiges Gold in die runden Aluminium-Behälter abfüllen.

Als ich vor kurzem in New York war, konnte ich mich davon überzeugen, dass Craft-Dosenbier sehr beliebt, und auch relativ gut erhältlich ist. Also habe ich einige Exemplare in den Koffer gepackt und mit nach Deutschland gebracht habe. Womit wir auch schon beim ersten positiven Punkt von Dosenbier sind. Die Behälter sind sehr leicht und sehr gut zu transportieren.

Einer der wichtigsten Argumente für Bier aus Dosen ist allerdings die kaum bis gar nicht vorhandene geschmackliche Beeinflussung des Bieres durch externe Quellen, wie Licht oder Luft. Die wertvolle Flüssigkeit behält seinen frischen Geschmack und die ursprünglichen Qualität kann so bestens erlebt werden. Dass das Aluminum Geschmack an das Bier abgibt, ist ein Gerücht, das vor vielen Jahren sicherlich korrekt war, aber heutzutage mit einer Optimierung des Materials und einer Beschichtung auf Wasserbasis nicht mehr aktuell ist. Dosen sind also eigentlich sogar besser als Flaschen.

Das weiß zum Beispiel auch Fritz Wülfing von FritzAle (zukünftig: AleMania), der sein hervorragendes IPA vor einigen Monaten als erster deutscher Craft Beer Brauer in Dosen abfüllte. Ein Experiment (siehe Lieblingsbier), das in Deutschland anscheinend noch nicht wirklich angenommen wird. Dosenbier gilt hier immer noch als billiges Produkt. Allerdings ist eine Abfüllung in Dosen besonders für kleine Brauer eher das Gegenteil. Gerade in kleinen Mengen expolodieren die Kosten, was sich im Endeffekt auch auf den Einkaufspreis für Konsumenten auswirkt. Das ist für US-amerikanische Craft Breweries natürlich eher weniger das Problem, da die Gesamtabfüllmenge generell höher liegt, als in Deutschland.

So sind es nicht nur 21st Amendment, Cigar City, Stillwater Artisanal Ales, Evil Twin oder Westbrook, die einen Teil ihrer Produktlinie in Dosen abfüllen, sondern erstaunlicherweise hunderte an Craft Breweries mehr. So ziemlich alle Exemplare kann man sich in der Datenbank von craftcans.com anschauen. Sehr beeindruckend.

Dennoch gibt es neben den hohen Kosten auch andere Nachteile von Dosenbier. Die Herstellung und das Recycling von Aluminium ist alles andere als umweltfreundlich.

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  1. […] dem Bier auch noch einen Beigeschmack bescherte, muss man dem blechernden Zylinder heutzutage klare Vorteile gegenüber der Konkurrenz einräumen. Geschmackseinbußen sind kein Thema mehr, kein schädliches […]

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